Porzellanfabrik Reichenbach

Zeittafel

JahrEreignis
1830Beginn des Porzellanhandels durch Friedrich Präßler
1873Bau der Dekorschmelze in Reichenbach durch Carl August Hädrich
1878Carl Ludwig siedelt mit der Porzellanmalerei aus Kahla mit 5 Mitarbeitern nach Reichenbach über.
1900Gründung unter dem Namen 'Porzellanfabrik Reichenbach S.-A.' GmbH von Franz Reinhold Hädrich und Karl Emil Hädrich und Grundsteinlegung für das heutige Werk
1900In Reichenbach bestehen 16 eigenständige Porzellanmalereien.
1903Gustav Schwabe verlässt die Porzellanfabrik Kalk in Eisenberg und übernimmt die Porzellanfabrik Reichenbach. Die Fabrik firmiert unter 'Schwabe und Co.' Porzellanfabrik
1918Verkauf des Werkes an Familie Ernst Carstens Firmierung unter C & E Carstens. Der Familie gehören unter anderen auch die Werke in Sorau (Schlesien),Rheinsberg und hatte im Jahre 1917 die Porzellanfabrik Blankenhain (Weimar Porzellan) übernommen.
1923Ernst Carstens verstirbt, die Söhne Ernst und Walter Carstens übernehmen die Geschäfte.
1945Mitarbeiter aus dem zerstörten Werk in Sorau siedeln nach Reichenbach und Blankenhain um.
1945Eigentümer Walter Carstens entschließt sich, die russische Besatzungszone zu verlassen und in den Hauptsitz nach Elmshorn umzuziehen.
1946/47Stillegung
1948Eingliederung in Vereinigung Volkseigener Betriebe (Z) Keramik
1948Die Porzellanfabrik wird für Reparationszahlungen an die UdSSR herangezogen
1950 - 1989Die Fabrik produziert vorrangig dekorierte Erzeugnisse für den Export. Der Binnenmarkt wird überwiegend von den ortsansässigen Porzellanmalereien bedient
1953 - 1977Rudolf Zimmermann führt als Betriebsleiter den volkseigenen Betriebes durch vielfache Umstrukturierungen
1969, 1. JanuarReichenbach wird als 'Hersteller von hochwertigem Markenporzellan' in den VEB Porzellankombinat Kahla eingegliedert
1989Die Fabrik erhält im Rahmen einer Sonderinvestition neue französische Brennaggregate
1993- 1996Neubau eines Produktionsgebäudes
1997Übernahme der Porzellanfiguren Gräfenthal
2002Firmierung als 'Porzellanmanufaktur Reichenbach'
2002Prof Wolfram Scharff übernimmt die Fabrik nach Insolvenz
2007Rigo und Annett Geithe übernehmen die Geschäftsführung der Porzellanmanufaktur

Künstlerische Persönlichkeiten

ZeitPersönlichkeitFormen
Hildegard Sell1962 Fatima
1936 – 1941Prof. Arthur Henning (1880 - 1959), bis 1933 Dozent der Keramischen Fachschule Bunzlau, ist künstlerischer Leiter1938 Reichenbach
1945 – 1960 (63?)Der aus Sorau stammende Porzellanmaler Fritz Pollak (1900 - 1985) ist prägend für die Dekorarbeiten
1948 - 1960 (?)Der Modelleur Alfred Heidelberger prägt die neu entstehenden Formen1930er Vera; 1940er Juwel; 1960 Olympia; Astra
2003 - heutePaola Navone entwirft Porzellan für Reichenbach2008 Taste; Relaunch Barock
2006 - heuteGerd Sommerlade ist künstlerischer LeiterRelaunch 'Colour'; PEACE

Mitarbeiterzahlen

JahrMitarbeiter
190065-70
1906125-150
1910100-110
1991200
201550
Porzellanfabrik Schwabe & Co um 1904

Porzellanfabrik Schwabe & Co um 1904

Quellenangabe

  • Artur Hennig (1880-1959): Das gestalterische Werk und die Lehrtätigkeit an der Staatlichen Keramischen Fachschule Bunzlau [Imke Ristow,VDG Weimar,ISBN-13: 978-3897390638]
  • Firmenarchiv Reichenbach
  • Neuer Glanz in alten Formen [Andrea Steiner-Sohn,Schriften des Museums für Thüringer Volkskunde,ISSN 0947-952X]

Weiterführende Links: Carstens Keramik Firmengeschichte, Porzellanmanufaktur Reichenbach Firmengeschichte, Weimar Porzellan Geschichte